Am Metalldetektor war erst einmal Schluss für Katja Hoffmann.
Fred Kaiser und Katja Hoffmann (r.) beim Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und Ministerin Julia Glöckner.

Stecknadeln bremsen Einlass ins Schloss Bellevue

Burg

Golddorf Dissen zu Gast beim Bundespräsidenten

"Das war das i-Tüpfelchen", sagt Katja Hoffmann: Zum Abschluss des 26. Bundeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Vertreter der Siegerdörfer im Schloss Bellevue in Berlin empfangen. Mit dabei aus Dissen waren Bürgermeister Fred Kaiser und seine Stellvertreterin Katja Hoffmann.

"Stop" hieß es für Katja Hoffmann erst einmal bei der Einlasskontrolle im Schloss Bellevue. Mit ihrer wendischen Festtagstracht fiel sie in mehrfacher Hinsicht auf. Zuerst am Metalldetektor, denn der ließ sich angesichts der Stecknadeln nicht überlisten. "Ich dachte schon, ich muss sie alle rausziehen", erklärt Fred Kaiser lachend. Doch am Ende durfte seine Stellvertreterin passieren. Beim Empfang war sie dann natürlich der Blickfang und musste viele Fragen zum Anziehen der Tracht, zu den Stickereien usw. beantworten. "Ich denke, keine Tracht in Deutschland bringt soviel Aufsehen, wie unsere wendische Festtagstracht, und ich hatte keine Sorge, was zieh ich an", erzählt Katja Hoffmann.

Eine gute Möglichkeit also, mit den anderen Teilnehmern ins Gespräch zu kommen, auch mit dem Bundespräsidenten. "Selbst eine Präsentübergabe und ein kurzes Foto waren möglich", berichtet Katja Hoffmann. "Ich habe den Bundespräsidenten als einen sehr netten und bodenständigen Mann kennengelernt."

Mit seinem Empfang hat Bundespräsident Steinmeier als Schirmherr des Bundeswettbewerbs der Auszeichnung der Dörfer Nachdruck verliehen. Bereits im Januar hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner die Dörfer mit Gold, Silber oder Bronze bei einem großen Festakt auf der Grünen Woche in Berlin ausgezeichnet. Sie lobte den Einfallsreichtum und das Engagement der ländlichen Bevölkerung für ihre Heimat.

"Dieser Tag wird für uns unvergesslich bleiben", meint die Dissenerin. "Es bestärkt mich darin, dass es Menschen im Dorf geben muss, die engagiert sind und die die Gabe haben, andere mitzureißen."

Im Anschluss an den Empfang beim Bundespräsidenten waren die Vertreter aus den Dörfern in die Landesvertretung des Saarlandes eingeladen. Hier sei nochmals Gelegenheit gewesen, mit den anderen Gold-Dörfern ins Gespräch zu kommen, erzählt Fred Kaiser. "Dabei haben wir Freundschaften und Kontakte geknüpft." (PM/möb)

Artikel veröffentlicht am 01.04.2020 von Burger Spreewald Zeitung | Amtsblatt für das Amt Burg (Spreewald) 4 / 2020