Neue Gedenktafel zum 75. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus und dem Ende des Zweiten Weltkrieges

Waren

Waren (MiB). Ursprünglich sollte der 75. Jahrestag der Befreiung mit einer würdigen Feierstunde begangen werden. Aus aktuellem Anlass musste diese entfallen und sollte durch einen kleineren Rahmen ersetzt werden. Dennoch kamen zur Gedenkstunde und Kranzniederlegung am Mahnmal „Trauernde Mutter“ neben Bürgermeister Norbert Möller und dem Präsident der Stadtvertretung Rüdiger Prehn auch die Malchowerin Elke-Annette Schmidt, Norbert Schipke vom Bund der Antifaschisten und eine Handvoll Warener Bürger.

Das erfreute den Bürgermeister, der noch einmal die grausamen Zahlen in Erinnerung rief, die der Zweite Weltkrieg mit sich brachte: über 60 beteiligte Staaten weltweit, mit schätzungsweise 60 Millionen Toten und sechs Millionen Menschen wurden Opfer des staatlich verordneten Antisemitismus. Nachdem die Blumen in Gedenken an die gefallenen und hier beigesetzten Sowjetsoldaten, niedergelegt waren, erfolgte die Enthüllung eines neuen Gedenksteines mit neun weiteren Namen zu den bisherigen 67 bekannten Soldaten, die bisher auf dem Stein des Mahnmals eingraviert waren und zum Teil bereits der gewollten Verwitterung zum Opfer fallen. Das nun weitere Namen bekannt sind, liegt am Verein „Landsmannschaft der Deutschen aus Russland“ e. V., die dafür Nachforschungen angestellt hat. Die nun bekannten 76 Namen sind auf einer Bronzetafel verewigt, die auf einer Stele aus Rochlitzer Porphyr eingelassen ist. Da es das selbe Material ist, aus dem die von Walter Preik gefertigte „Trauernde Mutter“ besteht, sieht es aus, als wäre er ebenfalls seit 1963 hier stehen. Die neue Tafel zum „Mahnen und Gedenken“ ist das Werk der Söhne Jan und Ole Preik.

Artikel veröffentlicht am 23.05.2020 von Müritz Tipp Landkreis Waren 10 / 2020