Schulleiterin Kerstin Linke gibt im Beisein von Spree-Neiße-Bildungsdezernent Michael Koch (l.) und Amtsdirektor Tobias Hentschel mit dem Durchschneiden des Bandes in den sorbischen-wendischen Farben den Anbau an die Grundschule in Briesen frei.
Amtsdirektor Tobias Hentschel (5. v. l.) und der Vorsitzende des Amtsausschusses Joachim Dieke übergeben Schulleiterin Kerstin Linke den symbolischen Schlüssel.

Mehr Platz für Briesener Schulkinder

Burg

Erweiterungsbau an der Grundschule „Mato Kosyk“ eingeweiht

„Briesen ist der Hit“: Mit ihrem Schullied begrüßten die Mädchen und Jungen die Gäste der Einweihung des Anbaus zur Inklusiven Ertüchtigung ihrer Grundschule „Mato Kosyk“. Das Amt Burg (Spreewald) als Schulträger investierte, unterstützt durch Fördermittel aus dem Stadt-Umland-Wettbewerb, in moderne Lernräume als Voraussetzung für guten Unterricht.

Briesen. Die - erfreulicherweise - steigenden Schülerzahlen und erweiterte schulische Aufgaben durch das Ganztagsprogramm, den Witaj-Unterricht und durch die Teilnahme am Modellprojekt „Inklusive Schule“ ließen die Briesener Grundschule aus allen Nähten platzen. Da der Schulbetrieb bereits seit dem Schuljahr 2014/2015 alle vorhandenen Räume benötigte, musste die Hortbetreuung in die Kindertagesstätte „Vier Jahreszeiten“ in Striesow ausgelagert werden.

Im Frühjahr 2015 hat der Amtsausschuss als Schulträger die „Inklusive Erweiterung am Grundschul- und Hortstandort Briesen“ beschlossen. „Gerade das Bildungswesen braucht Zuversicht wie auch breite Zustimmung, legt es doch den Grundstein für die Zukunft unserer Kinder“, sagte Amtsdirektor Tobias Hentschel anlässlich der Einweihung.

Mit dem zweigeschossigen Anbau an der Nordseite der 1954 errichteten und unter Denkmalschutz stehenden Schule gibt es nicht nur für den Schulbetrieb mehr Platz, sondern auch für die Freizeitgestaltung der Kinder. Entstanden sind vier Unterrichts- und Gruppenräume, ein Spielflur, Erzieherraum, Abstellräume, Sanitäranlagen und Garderoben und auch neue Außenanlagen.

Der Anbau ist barrierefrei gestaltet. Durch den Aufzug im neuen Zwischenbau ist gleichzeitig das bestehende Schulgebäude für Schüler mit Handicap besser erreichbar. Auch der Brandschutz wurde auf einen einheitlichen modernen Stand gebracht.

Das Amt Burg (Spreewald) investierte 1,3 Millionen Euro in den Anbau zur Inklusiven Ertüchtigung am Grundschul- und Hortstandort Briesen. Davon wurden 942.682 Euro im Rahmen des Stadt-Umland-Wettbewerbes gefördert.

Hintergrund:

Derzeit besuchen 166 Kinder die Grundschule „Mato Kosyk“ in Briesen, davon acht mit einem Förderschwerpunkt. Die Mehrheit kommt aus den umliegenden Dörfern des Amtes Burg (Spreewald). Sie werden von 14 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. 128 Mädchen und Jungen nehmen an den zahlreichen Angeboten des Ganztagsbetriebs teil, 60 Kinder am bilingualen Witaj-Unterricht. Hinzu kommen zahlreiche Kinder, die den Sorbisch-/Wendisch-Unterricht besuchen.

Briesen freut sich über den Hort vor Ort

Nun ist die Schullandschaft in Briesen wieder komplett! Eine lange Bautätigkeit ohne Unfälle oder große Verzögerungen wurde abgeschlossen.

Ein schöner Anbau mit viel Platz für schulische und Hortaufgaben konnte am 6. März eingeweiht werden.

Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement und besonders den Spenderinnen und Spendern, die es ermöglicht haben, dass eine neue Tischtennisplatte für den Hortbereich vollständig finanziert werden konnte!

Eva-Brigitta Schötzig, Bürgermeisterin

Artikel veröffentlicht am 01.04.2020 von Burger Spreewald Zeitung | Amtsblatt für das Amt Burg (Spreewald) 4 / 2020