Winterimpressionen – Fotos: Dr. Roland Ander
Blick zum Hahneberg von der Güterbodenstraße aus

Kultur- und Heimatfreunde Neusalza-Spremberg e. V., Dezember 2019

Neusalza-Spremberg

Interessengemeinschaft Ortsgeschichte

Am Mittwoch, dem 13. November 2019 trafen sich Mitglieder der IGO im Rathaus, um über besondere Jubiläen im Jahr 2020 zu beraten. In dieser Besprechung, an der auch Bürgermeister Lehmann teilnahm, wurden in einer konstruktiven Atmosphäre Ideen und Aufgaben formuliert, die Eingang in das Jubiläumsjahr finden sollen. So werden u. a. seitens der Stadtverwaltung wieder monatliche Höhepunkte organisiert. Die Interessengemeinschaft wird u. a. einen Hauptbeitrag zur Hervorhebung markanter historischer Gebäude und Ereignisse sowie zur Herausgabe weiterer Publikationen leisten. Zentrale Jubiläen werden der 350. Gründungstag der Stadt Neusalza und der 100. Jahrestag der Vereinigung von Neusalza und Spremberg zur Stadt Neusalza-Spremberg sein. Außerdem wird unser „Reiterhaus“ 350 Jahre alt und der Todestag unseres Ortssohnes Johann George Schreiber Jährt sich zum 270. Mal. Mitbürgerinnen und Mitbürger werden gebeten, diese Vorhaben zu unterstützen. In den nächsten Amtsblättern werden weitere Informationen und Bekanntgaben erfolgen.

Die nächste Vorstandssitzung findet am 13.01.2020 um 18.30 Uhr im „Rathaus“ statt.

Unser Mitglied Dr. Roland Ander wagt im Folgenden eine Aussicht auf eine winterliche Zeit, in der „Frau Holle“ vielleicht doch wieder mal die Betten ausschüttelt:

Früher war „oalls vill schinner“ – auch ein richtiger Winter …

Da hieß es:

wenn die ersten Flocken fallen: „‘s brinklt“

wenn große Flocken fallen: „Sieh oack, vum Himml foalln gruße Fadern“

wenn es bei Frost vom fast unbewölkten Himmel schneit: „‘s flammlt“, „‘s finklt“

schneit es mächtig: „‘s schmesst gruße Pfuckn“

treibt der Wind den Schnee: „‘s steebert“

geht der Schnee in Graupel über: „‘s grieslt“, „‘s grauplt“

schneit es nochmal im Frühling: „doas senn oack Groaslucker“ – man nimmt den Schnee nicht mehr ernst und meint, die Schneeflocken locken das Gras hervor.

Weihnachtsgruß

Im Namen des Vorstandes wünsche ich allen Vereinsmitgliedern und Kultur- und Heimatfreunden frohe und schöne Weihnachten sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr. Danke für die geleistete Arbeit und die Unterstützung unserer Vorhaben sowie für ihre Treue zum Verein.

Günter Hensel, Vereinsvorsitzender

„Wenn ich einmal reich wär …“

Dezember. Lange Nächte. Viel Zeit zum Träumen. Das mache ich zuweilen sogar tagsüber. Einer meiner Tagträume führte mich auf den Hahneberg. Pilzsuchenderweise hatte ich im Herbst seinen Gipfel erklommen. Viele der stattlichen Fichten rundum waren wegen der Borkenkäfer der Motorsäge zum Opfer gefallen.

Es gab bereits einige Durchblicke, u. a. zum gleichhohen Bieleboh samt Aussichtsturm. Ich erinnerte mich an die wunderbare Rundumsicht von dort.

Mir tagträumte, es stünde neben der bescheidenen Hahneberg-Gipfelklippe ebenso ein Turm. Ich ließ ihn vom Fuß bei 402 m um 20 m wachsen, hinauf statt über Stufen auf schräger Ebene, sah neben mir gedanklich Kinderwagenschieber und Rollator- und Rollstuhlbenutzer der Aussichtsplattform zustreben und sich des weiten Rundblicks erfreuen. So könnte man bei Ausblick auf heimatliche Gefilde die Heimatliebe wachsen fühlen.

Wie kommt man nur zu solchem Turm? Vielleicht mit einem Weihnachts-Wunschzettel? Oder ergreife ich im Einvernehmen mit dem Hahneberg-Eigentümer selbst die Initiative? Ich singe deshalb nun öfter: „Wenn ich einmal reich wär …“

Text, Zeichnung und Foto:

Ulrike Hanel

Kultur- und Heimatfreunde Neusalza-Spremberg
Der „Turm-Traum“
Artikel veröffentlicht am 03.12.2019 von Amtsblatt der Verwaltungsgemeinschaft für die Stadt Neusalza-Spremberg 12 / 2019