Kalter Krieg in Luckau

Luckau

Der Begriff „Kalter Krieg“ weckt zuerst einmal Erinnerungen an das amerikanisch-sowjetische Wettrüsten, an die Aufteilung der Welt in „Blöcke“, an Kubakrise und Vietnamkrieg, an den Eisernen Vorhang in Europa. Vor allem in der Nachkriegszeit verhärtete sich der Ost-West-Konflikt zwischen den vier Siegermächten mit ihren heterogenen Interessen weiter. Dies war letztendlich die grundlegende Voraussetzung für die deutsche Spaltung und somit die Bildung der DDR. Von den großen weltpolitischen Ereignissen waren auch kleinere Orte wie Luckau unmittelbar betroffen. Auch hier wurde Propaganda vom „imperialistischen Klassenfeind“ verbreitetet und wahrgenommen, auch hier wurde die Angst vor einem „heißen Krieg“ geschürt.

Die Ausstellung zeigt anhand verschiedener Themenfelder, wie sich der Kalte Krieg in Luckau niederschlug: Alltägliche Propagandafeldzüge gegen den Westen, insbesondere gegen die Bundesrepublik Deutschland in Form von Broschüren, Plakaten und Zeitungsartikeln, die Einführung des Wehrunterrichts in der Schule und die Übungen zur Zivilverteidigung bis hin zur Schaffung eines „neuen“ Feindbildes trugen zudem erheblich zur Verschärfung des Kalten Krieges bei.

Auch herausragende Einzelereignisse, wie der „Luckauer Krieg“ von 1953 – die Großfahndung nach den tschechischen Mašín-Brüdern, die über die DDR nach West-Berlin fliehen wollten – finden ihren Platz in der Ausstellung.

Die Ausstellung kann vom 20.09.2020 bis 21.02.2021 besichtigt werden.

Öffnungszeiten

Sommeröffnungszeiten (April bis Nov.):

Di., Do.- So. 10 - 17 Uhr, Mi. 13 - 17 Uhr

Winteröffnungszeiten (Dez. bis März):

Di., Do., Fr. 10 - 17 Uhr, Sa. und So. 13 - 17 Uhr

Artikel veröffentlicht am 16.09.2020 von Luckauer Lokalanzeiger (beiliegend Amtsblatt für die Stadt Luckau) 9 / 2020