Ehrenamtsportrait

Nesselwang

Die Bürgerwerkstatt „Kultur, Religion und Kunst“ startete 2003 das Projekt „Freiwilliger persönlicher Einsatz im Ehrenamt“. Es geht bei diesem Projekt um die Stärkung der ehrenamtlich Tätigen und das Gewinnen neuer Kräfte.

Im Nesselwanger Leben erscheint in lockerer Form die Serie „Ehrenamts-Portrait“. Von der Bürgerwerkstatt „Redaktionsteam“ eingeladene Persönlichkeiten, die sich für die örtliche Gemeinschaft einsetzen, berichten darin über ihre Erfahrung bei ihrem freiwilligen persönlichen Einsatz.

Die Erfahrung, warum sie persönlich dabei „gewinnen“, kann für den Einen oder die Andere Ansporn sein, sich ebenfalls ehrenamtlich zu betätigen. Alle Vereine und Institutionen geben gerne Auskunft.

Heute geht es um den beispielhaften, freiwilligen persönlichen Einsatz von

Name: Wolfgang Schmid

Organisation/Funktion: Feuerwehr Nesselwang; Ausbilder für Modulare Truppausbildung

Geburtsjahrgang: 1980

Familienstand: ledig

Kinder: nein

Beruf: ich bin gelernter Packmitteltechnologe, aber befinde mich gerade auf dem Weg zum selbständigen Unternehmer

Traumberuf: der muss erst noch erfunden werden

Persönliche Stärke: mich haut so schnell nichts um

Persönliche Schwäche: manchmal neige ich zur Perfektion

Ihr persönliches Vorbild: was meine Funktion bei der Feuerwehr betrifft ist dies Ulrich Reisacher, der leider im letzten Jahr viel zu früh verstorben ist

Mit wem möchten Sie gerne einen Abend verbringen? Carolin Kebekus

Lebensmotto: Don´t grumble give a whistle (Moser nicht, fang an zu pfeifen)

Wie lange sind Sie schon ehrenamtlich tätig? Ich bin seit 1996 in der Feuerwehr aktiv tätig

Wie kamen Sie dazu? Ein sehr guter Freund und ich wollten damals unbedingt zur Feuerwehr. Wir haben dann mit Ulrich Reisacher darüber gesprochen und der versprach uns sofort mit der Ausbildung zu beginnen, wenn wir noch mindestens neun Mann mitbringen. Dies haben wir geschafft und somit konnte ein neuer Truppmann-Lehrgang beginnen.

Welche Aufgabe im Verein haben Sie derzeit? Als Ausbilder kümmere ich mich natürlich um die Ausbildung unserer Nachwuchskräfte und organisiere den Ablauf der ca. drei Jahre dauernden Ausbildung. Des Weiteren bin ich noch Gruppenführer, Maschinist und Schiedsrichter für Leistungsprüfungen. Die Tätigkeiten als Schiedsrichter sowie als Fachausbilder Sprechfunk übe ich auch für den Kreisfeuerwehrverband Ostallgäu auf Landkreisebene aus.

Was macht Ihnen dabei besondere Freude? Die Kameradschaft bei der Feuerwehr! Es freut mich immer wieder, wenn junge Feuerwehrler bei uns anfangen und diese ruck-zuck integriert sind. Auch auf Landkreisebene ist es immer wieder großartig bei anderen Feuerwehren zu Gast sein zu können und mitzubekommen wie es dort so abläuft und funktioniert.

Was ärgert Sie? Dass in der heutigen Zeit bei vielen Leuten immer „alles wichtig“ ist. Man sollte sich bei manchen Dingen einfach mal wieder auf das Wesentliche konzentrieren.

Warum würden Sie anderen Mitbürger/innen empfehlen, sich ebenfalls ehrenamtlich zu engagieren? Weil es gerade bei den Feuerwehren ohne das Ehrenamt nicht funktioniert! Die Einsatzzahlen steigen aus verschiedenen Gründen stetig an. Nicht nur wegen der Unwetter, sondern auch weil sich viele Menschen in manchen alltäglichen Situationen nicht mehr zu helfen wissen. Dann wird die Feuerwehr gerufen und die wird es schon richten. Nur wenn die Feuerwehr vor Ort nicht mehr funktioniert oder wirklich jeder Einsatz bezahlt werden müsste, dann hätten wir alle bald ein großes Problem.

Hobbys: Motorrad fahren; der Besuch von Motorsport-Veranstaltungen

Lieblingslektüre: Feuerwehrlektüre aller Art; Das Boot

Lieblingssendung im TV: Irgendwie und Sowieso; Auf Achse

Lieblingsspeise: Kässpatzen; Pizza

Lieblingsgetränk: alles außer „Asascho“ (Apfelsaftschorle)

Wie „laden Sie Ihre Batterien wieder auf“? mit einer Motorrad-Tour nach Italien, einem kühlen Vino bianco della Casa und einer Pizza

Vielen Dank und alles Gute für Sie und Ihre Arbeit!

Artikel veröffentlicht am 09.10.2019 von Nesselwanger Leben - Informationsblatt 5 / 2019