Bebauungsplan Winsen (Aller) Nr. 59 „Erweiterung Campingpark Südheide II“ mit örtlicher Bauvorschrift

Winsen

(Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit)

Aufgrund des § 2 Abs. 1 des Baugesetzbuches (BauGB) vom 23. September 2004 (BGBl. I S. 2414) in der zuletzt geltenden Fassung hat der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Winsen (Aller) am 04.12.2018 die Aufstellung des Bebauungsplanes Winsen (Aller) Nr. 59 „Erweiterung Campingpark Südheide II“ beschlossen. In seiner Sitzung am 24.09.2019 hat der Verwaltungsausschuss der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit für den Bebauungsplanentwurf Winsen (Aller) Nr. 59 „Erweiterung Campingpark Südheide II“ gem. § 3 Abs. 1 BauGB zugestimmt.

Das Plangebiet liegt östlich der Ortschaft Winsen (Aller) und schließt unmittelbar an den vorhandenen Campingplatz an. Es wird begrenzt von der Celler Straße (L180) im Norden und erstreckt sich bis zur Örtzeniederung im Süden, wobei auch eine Teilfläche südlich des Heideflusses in den Planbereich einbezogen wird.

Der Geltungsbereich ist im folgenden Kartenausschnitt unmaßstäblich dargestellt.

Ziel und Zweck der Planung:

Östlich des vorhandenen Areals sollen weitere Flächen für Camping und Mobilheime erschlossen werden. Zudem soll das Spiel- und Freizeitangebot durch die Nach- bzw. Umnutzung der alten Reitanlage ergänzt werden. Darüber hinaus wird die Verknüpfung des Campingparks mit Flächen südlich der Örtze angestrebt, um den Besuchern mehr Möglichkeiten für das Landschaftserlebnis sowie Wandern und Radfahren in der Natur zu bieten.

Gemäß § 3 Abs. 1 BauGB wird der Vorentwurf des Bebauungsplanes Winsen (Aller) Nr. 59 „Erweiterung Campingpark Südheide II“ mit örtlicher Bauvorschrift, die dazugehörige Begründung, der Vorentwurf des Umweltberichts sowie eine Verkehrstechnische Untersuchung

vom 18.10.2019 bis einschließlich 19.11.2019

im Flur des Niefindthauses, Am Amtshof 7, Fachdienst II.2 Gemeindeplanung und Tiefbau, 29308 Winsen (Aller), während der Sprechzeiten

Montag, Mittwoch und Freitag

8.30 Uhr - 12.00 Uhr

Dienstag

8.30 Uhr - 12.00 Uhr und

14.00 Uhr - 16.00 Uhr

Donnerstag

8.30 Uhr - 12.00 Uhr und

14.00 Uhr - 18.00 Uhr

öffentlich ausgelegt.

Es besteht auch die Möglichkeit einen Termin außerhalb der Öffnungszeiten für die Einsichtnahme zu vereinbaren. Auskunft erteilt Herr Lohmann, Am Amtshof 7, Zimmer 0.02, Tel.: 05143/9888-95.

Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen auch gerne per E-Mail an gemeindeplanung@winsen-aller.de abgegeben werden.

Internetveröffentlichung

Der Inhalt der ortsüblichen Bekanntmachung sowie die auszulegenden Unterlagen werden zusätzlich auf der Homepage der Gemeinde Winsen (Aller) (Internet-Adresse http://www.winsen-aller.de) veröffentlicht und sind über ein zentrales Internetportal des Landes zugänglich.

Der Vorentwurf des Bebauungsplanes mit örtlicher Bauvorschrift, die Begründung, der Umweltbericht sowie die Verkehrstechnische Untersuchung können von jedermann eingesehen werden. Stellungnahmen können während der Auslegungsfrist schriftlich oder während der Sprechzeiten zur Niederschrift abgegeben werden. Auch interessierte Kinder und Jugendliche sind aufgefordert, sich zu den Planungen zu äußern. Durch die Abgabe Ihrer Stellungnahme stimmen Sie der Speicherung Ihrer personenbezogenen Daten zu.

Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bauleitplan unberücksichtigt bleiben können.

Umweltbezogene Informationen

Folgende Arten umweltbezogener Informationen sind unter anderem verfügbar:

Umweltbelange:

Grundsätzlich besteht für die Kommune die Verpflichtung zur angemessenen Berücksichtigung der Umweltbelange im Bauleitplanverfahren. Nach den rechtlichen Vorgaben ist eine Umweltprüfung durchzuführen, deren Ergebnis in einem Umweltbericht darzulegen ist. Zum derzeitigen Planstand liegt der Umweltbericht zunächst als Ersteinschätzung zum Vorentwurf vor. Diese umfasst neben der Darlegung der Umweltschutzziele aus Fachgesetzen und Fachplänen im Wesentlichen die naturschutzfachliche Erfassung und Bewertung des Gebietszustandes. Während es sich danach bei dem mittleren und nördlichen Teil des Plangebiets überwiegend um Biotope und Flächen geringer Wertigkeit handelt, ergibt sich für die Örtze und ihren Niederungsbereich im Süden des Gebiets eine besonders hohe Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit. Weiter wird darauf hingewiesen, dass das Plangebiet aufgrund der Strukturierung und Habitatausstattung eine hohe Bedeutung als Lebensraum für planungsrelevante Tierarten hat, insbesondere für Brutvögel und Fledermäuse. Deswegen darf die Freiräumung der Baufelder nicht im Zeitraum Anfang März bis Ende Juli erfolgen und sie muss durch ornithologisch fachkundige Personen begleitet werden. Eingriffe in die Waldbereiche sollten weitest möglich vermieden werden. Ebenso sind die alten Eichenbestände und die Weidengebüsche an der Örtze zu erhalten. Fällung, Rodung und Rückschnitt von Gehölzen und Bäumen sind nur in den Wintermonaten im Zeitraum von Anfang Oktober bis Ende Februar zulässig.

Nach den Ausführungen des vorläufigen Umweltberichts sind folgende Maßnahmen hervorzuheben.

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die Vermeidung und Minimierung der Flächenversiegelung (Maß der baulichen Nutzung)

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die Sicherung des anfallenden Oberbodens (Schutzmaßnahmen nach DIN 18 915)

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die (partielle) Erhaltung wertvoller Waldflächen und Gehölzbestände im Plangebiet

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die Vermeidung von Beeinträchtigungen der Avifauna durch Ausschlusszeiten für die Freiräumung der Baufelder und für Fällung, Rodung und Rückschnitt von Gehölzen

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die Berücksichtigung des FFH-Gebiets durch behutsame Entwicklung der Freizeitnutzungen

Mit dem Umweltbericht wurde das Büro Bergmann Freiraum Landschaft aus Hameln beauftragt.

Verkehrstechnische Untersuchung:

Die Ingenieurgemeinschaft Dr.-Ing. Schubert aus Hannover hat im Rahmen der Verkehrstechnischen Untersuchung geprüft, ob über den vorhandenen Knotenpunkt eine verkehrsgerechte Erschließung des Plangebiets realisiert werden kann.

Als Ergebnis ist festzustellen, dass der zu erwartende Verkehr auch in Spitzenzeiten mit einer zufrieden stellenden Verkehrsqualität abgewickelt werden kann. Die Wartezeiten für den Verkehr aus den nachgeordneten Zufahrten weisen auch in den Spitzenstunden eine verträgliche Größenordnung auf. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auch der erweiterte Campingpark Südheide über den bestehenden Knotenpunkt erschlossen werden kann.

Kampfmittel:

Eine Luftbildauswertung vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen(LGLN) ergab, dass eine Kampfmittelbelastung nicht vermutet wird.

Gemeinde Winsen (Aller), den 27.09.2019
Der Bürgermeister
gez. Dirk Oelmann
Artikel veröffentlicht am 10.10.2019 von Mitteilungsblatt der Gemeinde Winsen 41 / 2019